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Tiago Coimbra | Oboe

Coimbra erwies sich als ein idealer Interpret dieser Musik [Strauss Oboe Concerto] mit seinem immer edlen, sanglichen Ton, seiner brillanten Geläufigkeit, seinem scheinbar unendlichen Atem, der auch sehr große musikalische Bögen möglich macht. Die unterschiedlichen Charaktere der drei ineinander übergehenden Sätze stellte er mit feinen Ausdrucksdifferenzierungen dar, hier der trillerdurchsetzte Kopfsatz, dort das breit ausgesungene Andante und am Ende das hurtige Finale, eine „sanfte Burleske“, wie es in einem Konzertführer treffend heißt. Besonders schön waren die zahlreichen Passagen, in denen Strauss die Solo-Oboe mit den Instrumenten des Orchesters in einen ausgesucht höflichen Dialog treten lässt: Das waren an diesem Abend Gespräche unter Kollegen, unter Freunden, was dem Konzert eine ganz eigene Würze gab. Solo und Tutti sprachen im selben Ton miteinander, für die Harmonie war also gesorgt.
Göttinger Tagblatt, Michael Schäfer, 02-04-2022

Wer dem Stück [Strauss Oboe Concerto] aber absolut gerecht wurde, war Tiago Coimbra. Er stellte nicht sein technisches Können in den Vordergrund, auch wenn das Werk mit höchsten Schwierigkeiten gespickt ist. Vielmehr durchdrang Coimbra das Werk musikalisch, ebenso auch das Orchester. So wurde die musikalische Tiefe ausgeleuchtet. An vielen Stellen fühlt man sich an andere Meisterwerke erinnert, ob das Salome ist oder die Vier letzten Lieder. Und immer wieder spürt man die heiter-gelöste Stimmung des 80jährigen Komponisten. Meisterhaft haben Coimbra und seine Kolleg:innen diese Stimmungen zum Klingen gebracht. Simone Menezes hatte zwar mit ihrem Dirigat die Fäden in der Hand, ließ den Musiker:innen aber den Raum.
Kulturbüro Göttingen, Jens Wortmann, 01-04-2022

Hier zeigte sich die Qualität des GSO in allen Stimmgruppen. Besonders ist das Oboensolo von Tiago Coimbra hervorzuheben, der im zweiten Satz mit Atsushi Komatsu-Hayakawa (Viola) ein hinreißendes Liebesduett spielte.
Kulturbüro Göttingen, Maria Wideman, 06-02-2017

Solist im Oboenkonzert B-Dur von Carl Philipp Emanuel Bach war der GSO-Musiker Tiago Coimbra. Wunderschön leicht und ausdrucksstark gestaltete er seinen Part, ließ einen hier singend-blühenden, dort lebhaft parlierenden Ton hören, präsentierte schier endlose Kantilenen und zeigte auch in den schnellsten Läufen präzises virtuoses Können. Ausgiebig wurde er mit Beifall gefeiert. Dafür bedankte er sich mit einer Telemann-Solofantasie, in der er seine Kunst des schwerelosen Spiels abermals begeisternd vorführte.
Göttinger Tagblatt, Michael Schäfer, 28-01-2017

Die vier Musiker die unter dem Motto „Fantasiequartett“ harmonische Dialoge zwischen Oboe und Streichern erkundeten, hatten dafür auch ein Programm mit kammermusikalischen Raritäten zusammengestellt. Dabei kam allerdings nicht nur GSO-Oboist Tiago Coimbra mit den schönsten melodischen Höhenflügen solistisch zum Zuge. Begleitend und konstrastierend entwickelten sich ebenso faszinierende Dialoge zwischen den Streichern, mit Jordu Herrera Roca (Violine), Atsushi Komatsu-Hayakawa (Viola) und Joanna Kielar-Zachlod (Violoncello).
Kulturbüro Göttingen, Tina Fibiger, 24-11-2016

Oboist Tiago Coimbra tritt immer wieder in Symphoniekonzerten mit tonschönen Soli hervor. Nun konnte er das einen ganzen Abend lang tun – im intimen Rahmen der Quartettbesetzung. […] Diese Qualitäten zeigte Coimbra ebenso, wobei man bei ihm besonders den wunderbar singenden Ton hervorheben muss, der den Streicherklang glänzend überstrahlen, sich aber dennoch auch mit ihm mischen kann, dazu eine Pianissimo-Kultur bis in den höchsten Lagen des Instruments. Besonders schön das dramatische Adagio und das virtuose Schlussrondo mit seinen rhythmischen Finessen. Das führte Coimbra auch in dem galanten Quartett von Johann Christian Bach vor, in dem die Musiker eine höflich-kultivierte Konversation vorführten.
Göttinger Tagblatt, Michael Schäfer, 23-11-2016

Über einen weiteren Höhepunkt durften sich die Zuhörer im sechsten Satz, einem Andante, freuen. Tiago Coimbra an der Oboe spielte sein Instrument mit einer absoluten Klarheit, hielt sich aber dabei immer nur so weit im Vordergrund wie gerade angemessen. Er beherrschte seine Fertigkeit an diesem Abend mit absoluter Präzision. Er zeigte mit seiner Oboe großes Gespür für die Akustik des Theatersaals und dem Zusammenklang des Ensembles.
Kulturbüro Göttingen, Eva Schiwek, 16-02-2015

Tiago Coimbra wählte dazu das Konzert für Oboe und Orchester in C-Dur (KV 314) von Mozart. Die luftig-transparente Einleitung des Orchesters fand Fortsetzung in der Tonbildung der Oboe, wobei zu sagen ist, dass es bei Mozart eben immer leicht und schwerelos tönt, was aber nur gelingt, wenn die Sensibilität dafür vorhanden ist. Dies gelang Tiago Patrocínio besonders gut mit der weichen und melodiösen Tongebung im Adagio non troppo. Im überschwänglichen, beschwingten Rondo-Allegro schlug zwischen Solist und Orchester der gleiche Puls.
Zofinger Tagblatt, Kurt Buchmüller, 10-11-2014

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